Die Mystiker*innen
Der Ausdruck Mystik (von altgriechisch μυστικός mystikós ‚geheimnisvoll‘, zu myein ‚Mund oder Augen schließen‘) bezeichnet Berichte und Aussagen über die Erfahrung einer göttlichen oder absoluten Wirklichkeit sowie die Bemühungen um eine solche Erfahrung. Die mittelalterliche Mystik beginnt im Hochmittelalter etwas um das Jahr 1050 und endet mit dem Spätmittelalter um 1500. Zentrale Orte an denen Mystiker und Mystikerinnen in Westeuropa gelebt und gelehrt haben sind Paris, Rom, Magdeburg und Bingen. Ihre Lehren umfassen vorallem tiefe Lebensweisheiten nach denen sie mit Hilfe von sprituellen Erfahrung suchten. Dabei gingen sie davon aus, dass die Wahrheit bei Gott liegt. In meditativer Versenkung versuchten sie Kontakt in Jenseits zu Gott herzustellen, um die Wahrheit zu erkennen. Wichtige Vertreter*innen waren:
Hildegard von Bingen (u.a. Beraterin des dt. Kaisers und Heilkundeleherin)
Franz von Assisi (konnte mit Tieren sprechen und war Ordensgründer)
Mechthild von Magdeburg (legte sich gern mit den männlichen Stadtoberhäupter an und wiederspach ihnen und auch den Gelehrten, wenn sie sich nicht für die einfachen Menschen einsetzten)
Meister Eckhart (geboren und tätig in Thüringen, auch Lehrer an der Universität in Paris)